Autorarchive: Götz Konrad

10. Energie-Messe: Aussteller können sich anmelden

10. Energie-Messe: Aussteller können sich anmelden

Wieder in der Mehrzweckhalle in Wissenbach wie zuletzt 2019 oder virtuell – die 10. Energie-Messe in Eschenburg wird am 6. und 7. November stattfinden.

Am 6. und 7. November soll die 10. Energie-Messe in Eschenburg stattfinden. Wenn es geht, wieder in der Mehrzweckhalle in Wissenbach. Sollten immer noch Corona-Regeln herrschen, kann die „kleine Messe der großen Möglichkeit“ auch virtuell stattfinden. In jedem Fall will die zehnte Auflage der Beratungs-Börse wieder Lösungen für den Hausgebrauch liefern. Hier werden Tipps und Tricks fürs Sparen und Sanieren geboten.

Bauherren und -damen sind ebenso Zielgruppe wie Klimaschützer: Als der Wetzlarer Ableger von „Fridays for Future“ die Kommunen aufrief, mehr für den Klimaschutz zu tun, hat Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad elektropostwendend eingeladen zur „EM“ nach Eschenburg. Gerne können die Klimaschützer einen Stand gestalten und einen Vortrag halten.

In Eschenburg sind die Aktivitäten für Energiewende und Klimaschutz seit 2006 gewachsen, als die ersten Energie-Informations-Tage mit elf Ausstellern und vier Vorträgen zwischen Bürgerhaus und Rathaus starteten. Seitdem wurden mehr als 180 Vorträge, Exkursionen, Ausstellungen, Aktionen und Energiesprechstunden angeboten, wie auf der eigenen Internetseite www.endlich-energie.de berichtet wird.

„Ein gutes altes Sprichwort besagt, dass man zuerst vor der eigenen Haustür kehren soll, bevor man anderen Vorschriften macht. Genau das ist auch unser Ansatz bei so großen ,Baustellen‘ wie Energiewende und Klimaschutz“, sagt Bürgermeister Konrad. Die Wende für die eigenen vier Wände – das ist das Ziel der Energie-Messe in Eschenburg. Deshalb wird das Zukunftsthema Energie auch wieder mit Ausbildung gekoppelt. „Berufe mit Energie“ können dort vorgestellt werden. Elektriker, Dachdecker, Maurer, Schornsteinfeger, Heizungsbauer, Energieberater – viele Handwerks-Berufe haben tüchtig zu tun.

Bei der Energie-Messe in Eschenburg geht es seit 15 Jahren vor allem um Beratung. „Mit Bienenwiesen, Brennstoffzellen-Technik und Bachrenaturierung allein werden wir die Welt nicht retten. Es braucht vor allem Beratung. Denn jede Neuorientierung beginnt beim Umdenken“, sagt Bürgermeister Konrad.

Die 10. Energie-Messe am 6. und 7. November 2021 soll – bei allen Planungsschwierigkeiten der Pandemie – auch für Eschenburg eine runde Sache werden: Die Gemeinde Eschenburg besteht am 1. Oktober seit 50 Jahren.

Unter Downloads gibt es hier die Ausschreibung und das Anmeldeformular für Aussteller, Referenten und Interessenten.

Sparsame Straßenbeleuchtung: Eschenburg schafft 88 Prozent Einsparung

Sparsame Straßenbeleuchtung: Eschenburg schafft 88 Prozent Einsparung

Kein Vorher-Nachher-Bild: Die Straßenlampe verbraucht in Eschenburg heute 88 Prozent weniger Strom als 1993. Die Umrüstung auf LED erfolgte weitgehend aus eigener Kraft. Diese Aufnahme hat Norbert Sosna beigesteuert, eigentlich für den Fotowettbewerb – nun wird aber auch die sparsame LED-Beleuchtung in Szene gesetzt.

Der Stromverbrauch für Straßenbeleuchtung in Eschenburg betrug in 1993 insgesamt 591.288 kWh. Dieser Verbrauch konnte bis zum Jahr 2019 auf 85.501 kWh gesenkt werden, obwohl die Anzahl der Straßenlampen in dieser Zeit von 1.221 Lampen auf 1.471 Lampen erhöht wurde. Somit konnten die Stromkosten pro Lampe trotz Tariferhöhung von 55,62 € auf 13,66 € reduziert werden. Das ist eine Kostenreduzierung um 75 %. Der Verbrauch pro Lampe wurde sogar um 88 % verringert.

„Ich könnte heulen, dass wir kein Vorher-Nachher-Bild haben“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Bauhof-Mitarbeiter Michael Hain, der die meisten Birnen auf LED eigenhändig umgerüstet hat, lächelt sparsam: „Dafür hatten wir einfach keine Zeit.“ Der Rathaus-Chef hört diese Bescheidenheit nicht gerne, er bezeichnet sie sogar als falsch: „Wir haben einfache Zuschüsse erhalten vom Land Hessen und von der EKM, und konnten somit diese Umrüstung selbst steuern mit den eigenen Kollegen im Rahmen der Mittel und Möglichkeiten“, erläutert Konrad das Erfolgsrezept.

 

 

EAM stellt auf Erdverkabelung um

Die Verkabelungsarbeiten der EAM Netz vom Umspannwerk Eibelshausen nach Simmersbach sind in vollem Gang: Der regionale Energieversorger ersetzt die dort verlaufende 20kV-Mittelspannungs-Freileitung durch ein etwa 1.500 Meter langes 20kV-Erdkabel. Bereits im Jahr 2007 wurde für diese angestrebte Maßnahme ein Leerrohr entlang der K7 in Richtung Simmersbach verlegt. Jetzt wird das Kabel in das vorhandene Leerrohr eingezogen und angeschlossen. Im Anschluss daran wird dann die Freileitung abgebaut. Insgesamt rund 300.000 Euro investiert das Unternehmen in die Baumaßnahme.

Diese Netzbaumaßnahme steht im Zusammenhang mit den Investitionen der EAM zur Modernisierung und zum Ausbau der Stromnetze. „Durch die Investition in die Erdverkabelung tragen wir erheblich dazu bei, die Versorgungssicherheit in der Region zu erhöhen. Auch der Aufwand für die Wartung und Instandhaltung der Leitungsstrecken wird zukünftig geringer sein“, erklärt Marcus Hief, Leiter der Netzregion Dillenburg / Biedenkopf. „Wir sind froh über dieses Projekt. Es verbessert die Versorgungssicherheit und tut dem Landschaftsbild gut“, ergänzt Bürgermeister Götz Konrad.

Die Erdverkabelung von Stromleitungen im Mittelspannungs- und Ortsnetzbereich hat grundsätzliche Vorteile hinsichtlich der Versorgungssicherheit. Denn Schäden durch Witterungseinflüsse, insbesondere durch Sturm und Gewitter, kommen im Kabelnetz wesentlich seltener vor. Die EAM setzt bei einer Erneuerung von Freileitungen vorrangig nur noch Erdkabel ein.

Zielgerade (von links): Bürgermeister Götz Konrad freut sich auf die letzten Meter Freileitung in Eschenburg, die Projektleiter René Zedlitz und EAM-Netz-Chef Marcus Hief durch Erdkabel ersetzen. (Foto: EAM)

Sparsame Pumpe sorgt dafür, dass es im Schwimmbad „rund“ geht

Sparsame Pumpe sorgt dafür, dass es im Schwimmbad „rund“ geht

Starkes Stück: Diese Pumpe treibt den Strömungskanal im Außenbecken an. Das neue Aggregat verbraucht im Jahr gut 23.000 Kilowattstunden weniger Strom als der Vorgänger. Die Klimaschutzinitiative des Bundes fördert dieses Projekt.

So geht Klimaschutz: Im Freizeitbad „Panoramablick“ konnte eine sehr leistungsstarke Pumpe gegen ein neues, hocheffizientes Aggregat ausgetauscht werden. Die Pumpe, die bislang mit 32 Kilowatt Motorenleistung den Strömungskanal antrieb, bekam einen sparsamen Nachfolger mit nur noch 22 kW.

Der Projektträger Jülich in Berlin hat auf Antrag den Austausch bezuschusst. Dies war aus Mitteln für „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ möglich geworden. Der PtJ ist Projektträger für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Die Maßnahme hat eine erhebliche Einsparung von Stromkosten und eine Verminderung des CO2-Ausstoßes zur Folge:

Die Stromeinsparung beläuft sich auf etwa 23.748 kW/a.
Die Einsparung des Ausstoßes des Treibhausgases CO2 wird etwa
280 Tonnen bezogen auf die Lebenszeit der Pumpe, betragen.

Allein schon aus diesen Gründen war der Austausch der Pumpe sehr sinnvoll. Darüber hinaus ist die neue Pumpe nun zu 100 % korrosionsfest ausgeführt, so dass auch während der Stillstandsphasen ein Festsitzen auszuschließen ist. Die Wartungsfreundlichkeit und auch die zu erwartende Lebensdauer liegen auf einem Niveau, das die aktuelle Spitze der realisierbaren Technik wiederspiegelt.

Von den knapp 24.000 € Brutto-Kosten wird die Klimaschutz-Initiative im kommenden Jahr 7.679,84 € übernehmen. Das neue Aggregat hatte es nicht so weit wie der Bescheid der Förderung: Die Herborner Pumpenfabrik ist Hersteller und Lieferant auch dieser Pumpe.

Für unser Außenbecken haben wir eine neue Pumpe, die den Strömungskanal – hier ein Foto vom Freizeitbad-Familien-Fest im vorigen Jahr – antreibt

„Berufe mit Energie“ bleibt Thema

Berufe mit Energie: Die Auszubildenden (Foto, vorne von links) Daniel Weisenburger (Elektroniker, Bosch Thermotechnik), Lea Zagorski (Konstruktionsmechanikerin, Bosch Thermotechnik), Jonas Kersting (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Firma Burbach, Donsbach) und Julius Brakowksi (Elektro Rauch, Eschenburg) stellten im Rathaus ihre Jobs vor.

„Es war uns wichtig, dieses Zukunfts-Thema mit der Zukunft zu verbinden“, sagt Bürgermeister Götz Konrad. Deshalb ist seit der neunten Auflage der „kleinen Messe der großen Möglichkeiten“ ein neuer Schwerpunkt auf Ausbildung gelegt. Unter dem Motto „Berufe mit Energie“ ist Ende Januar erstmals zu einer Präsentation ins Rathaus eingeladen worden. Azubis aus Industrie und Handwerk erzählten selbst, was das Tolle an ihrem Job ist. Die Auszubildenden Daniel Weisenburger (Elektroniker) und Lea Zagorski (Konstruktionsmechanikerin) von Bosch Thermotechnik, Jonas Kersting (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) von der Firma Burbach in Donsbach und Julius Brakowksi (Elektroniker) bei der Firma Rauch in Eschenburg schwärmten von der „Abwechslung“ in ihrem Beruf.
Mit unserem Video-Wettbewerb wollen wir für diese „Berufe mit Energie“ interessieren. Mit der Fachkraft für Abwassertechnik, der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, dem Fachangestellten für Bäderbetriebe und dem Forstwirt bilden die Gemeinde Eschenburg, Gemeindewerke und Verbände ebenfalls in Berufen aus, die sehr viel mit Energie zu tun haben. „Wir werden deshalb auch gerne die Microgasturbine am Klärwerk vorstellen und im Schwimmbad zeigen, was der Trick am Außenbecken ist“, liefert Bürgermeister Konrad als Vorschau.

Bis zum 1. Juni ist läuft ein Video-Wettbewerb, bei dem es rund ums Thema Energie geht. Mehr gibt es hier  unter www.endlich-energie.de/zukunftswerkstatt im Internet.

Handwerk mit Hightech: Die E-Berufe können eine Fülle moderne Werkzeuge einsetzen, wie hier bei der Ausbildungs-Messe in Herbon.

 

Berufe mit Energie

Es gibt viel zu tun…und spannende Jobs

Das war schon in der Steinzeit so:  Wer die Höhle warm bekam, war klar im Vorteil. Das wird auch in der Zukunft so bleiben. Energie ist eines der wichtigsten Themen. Deshalb wollen wir hier Berufe mit Energie sammeln. Vorschläge oder Infos? Einfach mailen an energie@eschenburg.de Gerne auch Beispiele und Betriebe aus der  Region.

Beruf Ausbildung Weitere Infos
Anlagenmechaniker Betriebe der Innung www.shk-dillenburg.de
Schornsteinfeger Betriebe der Innung www.schornsteinfeger-eschenburg.de
Dachdecker Betriebe der Innung
Maurer Betriebe der Innung
Schreiner
Konstruktionsmechaniker Bosch
Elektrotechniker für Betriebstechnik Betriebe der Innung, Bosch e-zubis
Elektroniker(in) Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
Zimmerer Betriebe der Innung